Frau fuhr Auto mit 3,6 Promille : MPU bestanden

“Vor jeder MPU-Vorbereitung und natürlich vor jeder MPU solltest du mit mir gesprochen haben. Auch die weiteste Anfahrt lohnt sich für dich !”

Hallo, ich grüße euch.

Ich erhalte immer wieder einmal Rückmeldungen von ehemaligen Teilnehmern meiner MPU-Seminare.Jeder Betroffene will seine MPU bestehen.

Es geht hier um ein Alkoholproblen und entsprechend um eine Alkohol-MPU. In diesem Fall ist es eine Frau aus dem Süddeutschen Raum.

Hintergründe und persönliche Motive des Alkoholkonsums

Sie hatte wohl schon einige Alkoholauffälligkeiten im häuslichen , familiären Bereich gezeigt. Im Strassenverkehr war bis zu dem einen Tag noch nichts passiert. Nach einer Streitigkeit mit dem Ehemann ist die Frau dann zu einer Bekannten gefahren und hat sich dort ausgeweint. Und auch erhebliche Mengen an Wein und stärkeren Alkoholika getrunken. Bei der anschließenden nächtlichen Trunkenheitsfahrt ist glücklicherweise kein anderer Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt worden.

Der Alkoholkonsum hat eine Vorgeschichte

Bei einer Promillezahl von 3,6 ist es klar, dass diese Frau hier nicht zum ersten Mal so viel getrunken hat. In diesem speziellen Falle lief es schon einige Jahre nicht mehr gut in der Ehe und der Alkohol kam recht schnell als Seelentröster in das Leben der Frau. Das Alkoholtrinken, das missbräuchliche Alkoholtrinken, wurde ihr zur Gewohnheit. Als die Frau zu mir kam, hatte sie eine einjährige Abstinenzeit und zuvor eine rund vier- oder fünfmonatige teilstationäre Therapie hinter sich. Es ging ihr relativ gut. Sie hatte an der Therapie ihrer Alkoholerkrankung aktiv mitgearbeitet und hatte Einsicht , dass der Alkohol der falsche Weg war. Nur : einen besseren Weg hatte sie damals nicht für sich gefunden. Durch die Therapie und die durchgestandene Abstinenzzeit fühlte sie sich gesund und kräftig.  Allerdings hatte sie sowohl ihren Arbeitsplatz verloren, als auch den Kontakt zu ihren Kindern. Hier hatten sowohl der Mann als auch das Jugendamt für eine neue Situation gesorgt.

Die Finanzlage war desolat, aber ohne Führerschein keine Aussicht auf neue Arbeit

Das war in etwa die Startsituation,als die Frau zu mir kam. Für diese Person war es wichtig, dass sie die MPU-Vorbereitung relativ schnell und zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 399,- Euro als Festpreis bekommen konnte. Alles andere wäre bei der damals bestehenden desolaten Finanzlage gar nicht gegangen.Gleichzeitig war der Führerschein wichtig um überhaupt eine Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz zu haben. – Ich hatte schon einige Unterlagen erhalten und war also informiert, wie die Lage aus Sicht der Fahrerlaubnisbehörde ausschaute.Es wae ,ganz klar, eine medizinisch-psychologische Begutachtung angeordnet worden.

Ein Gewinn war es, dass sie selbst erkannt hatte, dass sie für ihr eigenes Trinkverhalten die Verantwortung trug. Nicht der Mann, nicht die Kinder. Es war auch ein Gewinn, dass sie ihren andauernden Alhoholmissbrauch mit der nach und nach eingetretenen Abhängigkeit sich ehrlich eingestand und annahm.

Unsere Aufgabe war, die Zweifel an der Fahreignung durch eine positive MPU auszuräumen.

Meine Aufgabe, besser : unsere Aufgabe war an einem Tag getan. Mithilfe von Arbeitsunterlagen, die ich schon vorbereitet hatte, sind wir den gesamten Verlauf einer medizinisch-psychologischen Untersuchung Schritt für Schritt durchgegangen.Nachdem die Frau einmal verstanden hatte, was der Gutachter überhaupt für eine Aufgabe hat und was er denn von einem MPU-Kandidaten erwartet, ging die Arbeit recht zügig voran.

Ich erinnere mich noch,daß die Frau gegen elf Uhr zum Vorbereitungsseminar  erschien – sie war von einer Bekannten hergefahren worden – und dann etwa gegen fünf oder sechs Uhr abends wieder wegfuhr.

Das Ergebnis der MPU-Begutachtung

Ich habe das Gutachten ( als Kopie ) von der Frau zugesandt bekommen. Das Ergebnis der Begutachtung war positiv. Ich hatte es auch so erwartet.Die Screenings und die privat gemachten Leberwerte waren alle in Ordnung. Im Reaktionstest zeigte sie Nerven, kam aber so eben noch durch. Im Vier-Augen-Gespräch mit dem Psychologen war sie dann überzeugend.

Ich erinnere mich deshalb so gut an diese Geschichte, weil ich am vormittag bei der Frau in ein total verheutes Gesicht schaute und am abend hatte ich eine selbstsichere und energiegeladene Person verabschiedet.Und natürlich wegen der 3,6 Promille.

Bei Problemen lasst den Alkohol stehen. Besser ist das.

Wenn du Fragen hast rufe mich an Tel. 02952-89276 oder schreibe mir eine E-mail: E-Mail an mich

Das wünscht euch Achim Dupke